Promotionspreis der Otto-Friedrich-Universität Bamberg I

Psychiatrie

Direktor:
Prof. Dr. med. Johannes Kornhuber

Promotionspreis der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Preis für Dr. phil. Angela Rischer, Dipl.-Psych.

Dr. Angela Rischer, Leitende Psychologin an der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, wurde für ihre Arbeit „Sorgen und Grübeln: Zwei Seiten derselben Medaille?“ mit dem Promotionspreis der Otto-Friedrich-Universität Bamberg für herausragende wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet. Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert.

Dr. Rischer erhielt den Promotionspreis am 10.11.2008, dem Dies academicus der Otto-Friedrich Universität, in einem festlichen Rahmen vor den Hochschulpräsidenten der nordbayerischen Universitäten und 400 geladenen Gästen. Ihre Dissertation über „Sorgen und Grübeln: Zwei Seiten derselben Medaille? Ein Konzeptvergleich von Worry und Rumination in einer multizentrischen Studie an Patienten mit Depression und einer nichtklinischen Vergleichsstichprobe“ bei Prof. Reinecker im Fach Klinische Psychologie an der Universität Bamberg war Ende 2007 mit „summa cum laude“ bewertet worden.

In dieser Studie untersuchte Dr. Rischer darin zum ersten Mal in Deutschland die beiden Prozesse des Grübelns und des sich Sorgens bei einer großen Stichprobe gesunder und depressiver Personen. Ihre Ergebnisse liefern fundierte Argumente für eine innovative, vereinfachte Behandlungskonzeption wiederkehrender negativer Gedanken in der Verhaltenstherapie. Darüber hinaus entwickelte sie einen Fragebogen, der nun zur weiteren Forschung im deutschen Sprachraum eingesetzt werden kann. Ihre Dissertation wurde im Verlag University of Bamberg Press 2008 publiziert (Online).

Dr. Rischer ist sowohl wissenschaftlich als auch als approbierte Verhaltenstherapeutin in der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik tätig: „Mich interessiert, welche Einstellungen und Bewältigungsformen verhindern könnten, dass alltägliche Sorgen und Grübeln überhand nehmen und zu Angststörungen und Depression führen.“ Dr. Rischer leitet zusammen mit Prof. Kornhuber eine psychologische Forschungsgruppe zur wiederkehrendem negativen Denken. Mit ihrer Studie, die von Prof. Kornhuber unterstützt wurde, leistet sie einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Untersuchung wiederkehrender, oft quälend erlebter Gedanken und zeigt gleichzeitig auf, wie diese Prozesse durch Psychotherapie verbessert werden können – ein gelungener Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher und praxisorientierter Zielsetzung.

 

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