PD Dr. med. Piotr Lewczuk (links) und sein Team
|
|||
Das Labor für Klinische Neurochemie und Neurochemische Demenzdiagnostik der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik ist ein Speziallabor, das Liquordiagnostik, Drogen- und Medikamentenscreening sowie Neurochemische Demenzdiagnostik (NDD) dem gesamten Universitätsklinikum Erlangen und externen Kunden anbietet.
Das Labor ist bundesweit das führende Zentrum für Neurochemische Demenzdiagnostik.
Kontakt |
||
|---|---|---|
Leiter |
09131/85-34324 |
|
Oligoklonale IgG Banden im Liquor und Serum
Dieses qualitativ hochwertige Niveau spiegelt sich in der 2006 erfolgten Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000 wieder sowie in der erfolgreichen Rezertifizierung 2009 nach DIN EN ISO 9001:2008.
Der Laborleiter PD Dr. med. P. Lewczuk ist Mitgield des erweiterten Vorstandes der DGLN (Deutsche Gesellschaft für Liquordiagnostik und Klinische Neurochemie e.V.) und wurde mit dem Liquor-Zertifikat ausgezeichnet.
Rezertifizierung
Erfolgreiche Rezertifizierung des Labors für Klinische Neurochemie und Neurochemische Demenzdiagnostik
In diesem Zusammenhang ist eine optimale Dienstleistung der entscheidende Faktor. Wir nehmen an externen Qualitätskontrollen mit Hilfe von Ringversuchen (alle verpflichtenden und zusätzlich freiwillige, auch international) teil. Unsere Analyseverfahren, unser Wissen und Know-how stellen wir nicht nur der Patiententherapie, sondern auch für wissenschaftliche Studien zur Verfügung. PD Dr. Lewczuk leitet auch Arbeitsgruppe Clinical Neurochemistry and Neurochemical Dementia Diagnostics.
Neurochemische Demenzdiagnostik
- Die Neurochemische Demenzdiagnostik (NDD) spielt als Instrument der Routinediagnostik eine entscheidende Rolle in der Demenzdiagnostik. Dies spiegelt sich in den vor kurzem erschienenen neuen Richtlinien für Demenzdiagnostik wider.
- Zwei hauptsächliche Gruppen von Liquor-Biomarkern wurden in die Routine-Laborpraxis aufgenommen: β-Amyloid-Peptide und Tau-Protein(e) einschließlich hyperphosphorylierter Formen von Tau. Die beiden Biomarkergruppen stellen Korrelate der charakteristischen neuropathologischen Merkmale der Alzheimer-Erkrankung (AD) dar: extrazelluläre β-Amyloid-Ablagerungen (senile Plaques) und intrazelluläre Ausbildung neurofibrillärer Bündel.
- Mit Hilfe dieser Biomarker ist nicht nur die frühzeitige Diagnose der AD mit einer Sensitivität und Spezifität um 85% möglich, auch die Differentialdiagnostik zwischen Demenzerkrankungen wird wesentlich erleichtert. So weist eine Liquor-Konzentration des Tau-Proteins von >1200pg/ml z.B. auf CJD hin, usw.
- Veränderte NDD-Biomarker werden bei Patienten mit leichten kognitiven Störungen (Mild Cognitive Impairment, MCI) schon Jahre und sogar Jahrzehnte vor dem Auftreten schwerwiegender Symptome festgestellt. Diese Personen können schon Jahre vor der vollen Ausprägung der Symptome therapeutischer Hilfe zugeführt werden. Sobald Prophylaxemaßnahmen für AD oder andere Demenzerkrankungen verfügbar sein werden, wird die Frühdiagnostik eine enorme Bedeutung für eine frühzeitige Behandlung der Patienten oder gefährdeter Personen haben.
- Es gibt Hinweise, dass NDD-Biomarker auch den Krankheitsverlauf vorhersagen können.
- Neurodegenerative Erkrankungen mit symptomatischer Demenz (Neuroborreliose, Neuro-AIDS, MS) sind heilbar oder können gut beherrscht werden. Die Diagnose dieser Erkrankungen kann nicht ohne Liquor-Biomarker (Blut-Liquor-Schrankenfunktion, intrathekale Immunglobulinsynthese, erregerspezifische Indizes, oligoklonale IgG-Banden, etc.) gestellt werden.
- Sobald Blut-Assays validiert sind (Projekte mit Beteiligung des Labors laufen), werden sowohl die Diagnostik als auch Verlaufskontrollen (z.B. halbjährliche Untersuchungen) viel leichter durchführbar sein.
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung:
PD Dr. med. Piotr Lewczuk
Labor für Klinische Neurochemie und Neurochemische Demenzdiagnostik
Psychiatrische und Psychotherapeutische Klinik
Schwabachanlage 6
91054 Erlangen
Tel: 09131/85 34324
Fax: 09131/85 34238
E-mail: Piotr.Lewczuk@uk-erlangen.de



