Häusliche Pflege: Untersuchung von Entlastungsangeboten

Psychiatrie

Direktor:
Prof. Dr. med. Johannes Kornhuber

Häusliche Pflege: Untersuchung von Inanspruchnahme, Zugang und Versorgung bei Entlastungsangeboten

Zehn angehörigenunterstützende und –entlastende Dienste für Demenzpatienten und Angehörige wurden hinsichtlich Prädiktoren ihrer Inanspruchnahme beleuchtet (Projekt Inanspruchnahme und Vorhersage der Nutzung von Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige). Dabei konnten klare Barrieren und Ressourcen für Inanspruchnahme unterstützender Dienste identifiziert werden. Zugangswege zur Versorgung und einzelne Versorgungspfade werden außerdem bei chronischen Schmerzpatienten untersucht (Projekt Multimodale Schmerztherapie II). Zudem werden Versorgungspfade im Sinne stationärer oder ambulanter Versorgung bei Demenzpatienten erforscht, mit dem Ziel, Prädiktoren für den Heimübertritt langfristig zu identifizieren und von pflegenden Angehörigen angegebene Gründe für den Heimübertritt systematisch zu untersuchen (Projekt IDA: Prädiktoren des Heimübertritts bei zu Hause lebenden Demenzpatienten).Die gesundheitliche und Belastungssituation pflegender Angehöriger wird in einer deutschlandweiten Querschnittsstudie untersucht (Projekt Situation pflegender Angehöriger eines Demenzkranken).

Titel des Projekts:Inanspruchnahme und Vorhersage der Nutzung von Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige
Projektlaufzeit:2005 – 2011
Kooperationspartner:Deutsche Alzheimergesellschaft und deren Regionalgruppen (Erlangen, Dortmund, Kassel, Potsdam)
Forschungsförderung:Eigenmittel
Internetpräsenz:-
Publikation: Gräßel, Trilling et al. (2010) Angehörigengruppen

Zur Verbesserung der Beratungsstruktur für pflegende Angehörige eines Menschen mit Demenz ist das komplizierte Verfahren der Inanspruchnahme zu vereinfachen, die Zusammenarbeit zwischen Pflegekassen und Pflegestützpunkte zu verstärken, an zentralen Stellen eine Case-Management-Infrastruktur aufzubauen, die Vernetzung mit den Schnittstellen des Gesundheitssystems (Krankenhaus, Haus- und Facharzt) zu intensivieren  und gezielt aufsuchende und Online-Beratungsangebote aufzubauen.

Die komplette Studie mit Ergebnissen finden Sie hier.


Titel des Projekts:Multimodale Schmerztherapie II: Zugangswege zur ambulanten vs. teilstationären Versorgung
Projektlaufzeit:2012 –
Kooperationspartner:Interdisziplinäres Schmerzzentrum der Universitätsklinik Erlangen
Forschungsförderung:Eigenmittel
Internetpräsenz:-

Titel des Projekts:Projekt IDA: Prädiktoren des Heimübertritts bei zu Hause lebenden Demenzpatienten
Projektlaufzeit:2005 – 2013
Kooperationspartner:129 Hausärzte in Mittelfranken
Forschungsförderung:AOK Bayern, AOK Bundesverband, Pfizer, Eisai
Internetpräsenz:-
Publikation: Donath et al. (2010) Demenz und Hausärzte und Großfeld et al. (2010) Beratung von Angehörigen von Demenzpatienten und Eska, K., Graessel, E., Donath, C. Schwarzkopf, L., Lauterberg, J., Holle, R. (2013). Predictors of the institutionalization of dementia patients in mild and moderate stages: a 4-year prospective analysis. dementia and Geriatric Cognitive Disorders EXTRA. 3. 426-445. (Open Access)

Titel des Projekts:Situation pflegender Angehöriger eines Demenzkranken in Deutschland
Projektlaufzeit:2013 – 2015
Kooperationspartner:Deutsche Alzheimergesellschaft e.V., regionale Alzheimergesellschaften
Forschungsförderung:Eigenmittel
Internetpräsenz: www.caregiver-burden.eu

Pflegende von Demenzerkrankten weisen eine signifikant stärker ausgeprägte subjektive Belastung, ein höheres Depressivitätsniveau sowie eine geringere Lebensqualität als Pflegepersonen der Nicht-Demenz-Gruppe auf. Unterschiede in der Lebensqualität der Pflegeperson lassen sich u.a. auf die demenzielle Erkrankung des Gepflegten zurückführen.

Die vollständigen Ergebnisse finden Sie hier: PDF Karg et al. 2018

 
Leiter:
Prof. Dr. med. Elmar Gräßel
Telefon: 09131 85-34142
E-Mail: elmar.graessel@uk-erlangen.de
Visitenkarte