Begleitforschung

Psychiatrie

Direktor:
Prof. Dr. med. Johannes Kornhuber

Wissenschaftliche Begleitung

Hauptziel der Studie ist es, langfristig eine Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit schwerer Demenz in Pflegeheimen zu erzielen und eine Reduktion von psychischen und Verhaltenssymptomen zu bewirken. Zusätzlich sollen die Auswirkungen der Fördermaßnahme MAKS-s auf die Pflege- und Betreuungspersonen untersucht werden. Um dies zu gewährleisten müssen viele Informationen und wissenschaftliche Ergebnisse gesammelt werden, die dann im Anschluss veröffentlicht können.

Ein solches Forschungsprojekt muss dabei verschiedene Vorgaben und Richtlinien, unter anderem die Datenerhebung und Gruppenzuteilung betreffend, einhalten.

Gruppenzuteilung

Um die Wirksamkeit der Maßnahme MAKS-s aussagekräftig beurteilen zu können, ist der Vergleich von zwei verschiedenen Gruppen notwendig. Die erste Gruppe („Sofort-Beginner“) startet direkt mit der Durchführung der Maßnahme, die zweite Gruppe („Verzögerte-Beginner“) bekommt die Schulung zur Durchführung von MAKS-s ein halbes Jahr später. In der wissenschaftlichen Begleitforschung wird dann der Verlauf wichtiger Merkmale wie Lebensqualität oder psychische und Verhaltenssymptome bei Menschen mit schwerer Demenz in den „Sofort“-Pflegeheimen mit denen in den „Verzögerten“-Pflegeheimen verglichen.

Wichtig dafür ist, dass sich die beiden Gruppen in ihrer Zusammensetzung nicht voneinander unterscheiden. Aus diesem Grund erfolgt die Gruppenzuteilung nach dem Zufallsprinzip. Das heißt auch, dass weder die Forscherinnen und Forscher, noch die teilnehmenden Pflegeheime einen Einfluss auf die Gruppenzuteilung haben.

Letztlich erhalten beide Gruppen die gleiche Schulung zur Fördermaßnahme MAKS-s sowie alle Materialien dazu kostenlos. Die Bereitstellung erfolgt lediglich zeitversetzt.

Datenerhebung

Um Erkenntnisse darüber zu erlangen, ob sich die Maßnahme auch wirklich auf Lebensqualität und Symptomatik von Menschen mit schwerer Demenz auswirkt, müssen wir regelmäßig erfahren, wie es den Menschen im Pflegeheim ergangen ist.

Dafür werden wir zum einen das im Heim tätige Pflegepersonal darin schulen, wichtige Daten, wie z.B. Veränderungen in Begleiterkrankungen oder verordneten Medikamenten zu erfassen.

Zum anderen werden Testerinnen und Tester unseres Teams zu Ihnen ins Pflegeheim kommen, um neuropsychiatrische Symptome sowie Aspekte der Lebensqualität der Menschen mit schwerer Demenz bei den Bezugspflegekräften der Betroffenen zu erfragen. Außerdem testen unsere Testerinnen und Tester die alltagspraktischen Fähigkeiten der Menschen mit schwerer Demenz.

Die Datenerhebung findet zu Beginn des Projektes sowie im Abstand von 2 und 6 Monaten danach statt. 4 Monate nach Beginn des Projekts informiert uns das im Heim tätige Pflegepersonal zusätzlich über zentrale Veränderungen in Begleiterkrankungen oder wichtige Ereignisse, wie z.B. Krankenhausaufenthalte etc.

Alle erhobenen Daten werden verschlüsselt und ohne Namensangabe gespeichert (pseudonymisiert). Die Auswertung erfolgt rein zu wissenschaftlichen Zwecken und wird ohne Bezug zu Ihrer Person durchgeführt.

 

Gefördert durch: GKV-Spitzenverband

Leiter:
Prof. Dr. med. Elmar Gräßel
Telefon: 09131 85-34142
E-Mail: elmar.graessel@uk-erlangen.de
Visitenkarte