PRO PRICARE

Psychiatrie

Direktor:
Prof. Dr. med. Johannes Kornhuber

PRO PRICARE

Das Zentrum für Medizinische Versorgungsforschung ist beteiligt am Forschungsnetzwerk PRO PRICARE

Teilprojekt ICF

Am Zentrum für Medizinische Versorgungsforschung sind Prof. Dr. Elmar Gräßel, Dr. Gudrun Ulbrecht und M.Sc. Psych. Stephanie Book am Teilprojekt ICF beteiligt. Das Ziel ist es, Überversorgung bei alten Patienten ab 75 Jahren zu vermeiden und zwischen nützlichen und weniger nützlichen Maßnahmen zu unterscheiden. Ein dafür geeignetes Instrument ist die International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF). Allerdings ist die ICF durch ihre große Anzahl an Codes unter Ärzten kaum verbreitet und sehr komplex. Daher soll ein sogenannte ICF Core Set, eine Kurzliste mit relevanten ICF Kategorien, zur Beschreibung der funktionalen Gesundheit für Menschen ab 75 Jahren entwickelt werden. Uns unterliegt die Leitung einer empirischen Studie. Wir arbeiten an der Erstellung einer systematischen Überblicksarbeit, der Durchführung einer qualitativen Studie und einer Expertenbefragung mit.

PRO PRICARE

PRO PRICARE ist das Akronym für Preventing Overdiagnosis in Primary Care. Zum Netzwerk PRO PRICARE gehören sieben Lehrstühle der FAU und Institute des Universitätsklinikums Erlangen sowie vier fränkischen Praxisnetze, die rund 200 haus- und fachärztlichen Praxen umfassen, die Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns sowie verschiedenen Betriebskrankenkassen, vertreten durch die GWQ ServicePlus AG. Schwerpunkt sind die Entwicklung und praktische Umsetzung von Maßnahmen zur Verhinderung von Überversorgung. Das Netzwerk und drei dazugehörige Forschungsprojekte werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 2,1 Millionen Euro gefördert.

Was ist Überversorgung?

Überversorgung wird definiert als Behandlung ohne klare medizinische Grundlage oder wenn die Risiken einer Therapie deren Vorteile übertreffen. Die Verwischung der Grenzen zwischen Risikofaktoren, Frühformen einer Krankheit und eigentlicher Erkrankung sowie die Fortschritte in der Medizintechnik, ärztlicher Unternehmergeist und ein zunehmender Gesundheitswahn bergen das Risiko einer "Krankheitsinflation". Zu Überversorgung zählen nicht notwendige diagnostische und therapeutische Maßnahmen.

Nähere Informationen zu PRO PRICARE erhalten Sie unter:

www.propricare.de

 
Leiter:
Prof. Dr. med. Elmar Gräßel
Telefon: 09131 85-34142
E-Mail: elmar.graessel@uk-erlangen.de
Visitenkarte
Das Logo des Forschungsnetzwerks PRO PRICARE
Das Logo des Forschungsnetzwerks PRO PRICARE
 
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