Psychometrische Versorgungsforschung

Psychiatrie

Direktor:
Prof. Dr. med. Johannes Kornhuber

Psychometrische Versorgungsforschung: Entwicklung und Erprobung versorgungsrelevanter Messverfahren

Entwickelt wurde ein Leistungstest zur Erfassung alltagspraktischer Fähigkeiten (E-ADL-Test). Dieser wird in weiteren Untersuchungen validiert und als Version für leicht demente Zielpersonen weiterentwickelt (Projekt Entwicklung und Validierung des mE-ADL-Tests). Daneben ist die Erfassung von subjektiver Belastung pflegender Angehöriger ein Expertiseschwerpunkt. Ein hier entwickeltes etabliertes Instrument (Häusliche-Pflege-Skala: HPS) wird in verschiedene sprachliche Versionen zum internationalen Einsatz weiterentwickelt und -verbreitet. Außerdem erfolgt die Validierung der 10-Item-Kurzfassung der HPS (Projekt Validierung des Kurzfragebogens HPS-k). Die  Anpassung und Validierung von bestehenden Instrumenten zur Erfassung von Versorgungsleistungen (z.B. RUD) gehört ebenfalls zu diesem Forschungsschwerpunkt.

Titel des Projekts:Entwicklung und Validierung des mE-ADL-Tests zur Messung der alltagspraktischen Fähigkeiten von Menschen mit leichter Demenz
Projektlaufzeit:2013 – 2014
Kooperationspartner:8 Einrichtungen des betreuten Wohnens, 2 Pflegeheime
Forschungsförderung:Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG
Internetpräsenz:-
Publikation:Luttenberger, Schmiedeberg et al. (2012) EADL-Test

ETAM

Entwickelt wurde ein Leistungstest zur Erfassung alltagspraktischer Fähigkeiten (ETAM), der bereits bei Personen mit Mild Cognitive Impairment (MCI) eingesetzt werden kann. Er enthält daher schwierigere Aufgaben als der E-ADL.

Titel des Projekts:Entwicklung und Validierung des ETAM-Tests zur Messung der alltagspraktischen Fähigkeiten von Menschen mit MCI, leichter Demenz und mittelschwerer Demenz
Projektlaufzeit:2012 - 2018
Kooperationspartner: 1) 10 Pflegeheime und 4 Tagespflege-Einrichtungen
2) 34 Tagespflege-Einrichtungen
Forschungsförderung: 1) DFG
2) GKV-Spitzenverband
Internetpräsenz:-
Publikation: 1) Luttenberger, Reppermund et al., 2016
2) Book, Luttenberger et al., 2018

Der ETAM wurde als Leistungstest zur Erfassung alltagspraktischer Fähigkeiten an Personen mit Mild Cognitive Impairment und leichter Demenz validiert. In einer ersten Validierungsstudie wurde seine endgültige Form bestehend aus sechs Items festgelegt. Erste Kennwerte zur Reliabilität und Validität sprechen für gute psychometrische Eigenschaften. (PDF Luttenberger, Reppermund et al. 2016)

In einer zweiten Validierungsstudie konnte bestätigt werden, dass der ETAM auch bei Personen mit mittelschwerer Demenz einsetzbar ist. Es zeigte sich zudem, dass er  nach einem sechsmonatigen Zeitraum veränderungssensitiv ist. Daher kann er für Verlaufsstudien genutzt werden. Weitere Kennwerte zu diskriminanten Validitäten und zur Konstruktvalidität liegen vor. (PDF Book, Luttenberger et al. 2018)


Titel des Projekts:Validierung des Kurzfragebogens HPS-k zur Erfassung der subjektiven Belastung pflegender Angehöriger
Projektlaufzeit:2012 – 2014
Kooperationspartner:-
Forschungsförderung:Eigenmittel
Internetpräsenz: http://www.caregiver-burden.eu
Publikation: Graessel, Berth et al. (2014) HPS-Skala

Die Kurzfassung der Häusliche-Pflege-Skala (HPS-k) ermöglicht eine schnelle (10 Fragen) und vor allem aussagekräftige Erfassung der erlebten Belastung pflegender Angehöriger. Dieses Screening ermöglicht die Einteilung in geringe (0 – 4 Punkte), mittlere (5 – 14 Punkte) und hohe (15 – 30 Punkte) Belastung. Diesen Schweregraden sind konkrete Handlungsempfehlungen zugeordnet.

Die komplette Studie mit Ergebnissen finden Sie hier: PDF Pendergrass et al. 2018

 
Verantwortlich:
PD Dr. rer. biol. hum. Dipl.-Psychologin Katharina Luttenberger
Telefon: 09131 85-34650
E-Mail: katharina.luttenberger@uk-erlangen.de
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Leiter:
Prof. Dr. med. Elmar Gräßel
Telefon: 09131 85-34142
E-Mail: elmar.graessel@uk-erlangen.de
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