Stimulationseinheit Mittelfranken

Psychiatrie

Direktor:
Prof. Dr. med. Johannes Kornhuber

Stimulationseinheit Mittelfranken

Für wen ist die Behandlung geeignet?

Zielgruppe des Stimulationszentrums sind Menschen mit einer akuten, schweren oder chronischen Erkrankung wie Depression oder Schizophrenie. Abhängig vom konkreten Fall können Stimulationsverfahren auch bei weiteren psychischen Erkrankungen helfen, etwa bei Angst-, Zwangs- und Suchterkrankungen. Die Verfahren können mit medikamentöser Behandlung und Psychotherapie kombiniert werden und stellen sogar bei Schmerz- und Tinnituspatienten häufig eine Behandlungsalternative zu herkömmlichen Therapien dar.

Welche Verfahren gibt es?

Momentan werden drei Verfahren angewendet, die alle im Rahmen kassenärztlicher und privater Leistungsträger erstattungsfähig sind.

Repetetiv Transkranielle Magnetstimulation (rTMS)

Hier werden Gehirnbereiche durch Magnetfelder stimuliert bzw. gehemmt. In den jeweiligen Einzelbehandlungen wird dabei in der Regel die Stimulation mit mindestens 1000 Impulsen durchgeführt und an zehn aufeinander folgenden Tagen wiederholt. Laut den Ergebnissen internationaler Studien wird dabei bei jedem fünften Patienten eine vollständige Genesung, bei jedem zweiten Patienten eine zumindest wesentliche Besserung erzielt.

Vagusnervstimulation (VNS)

Für die Vagusnervstimulation (VNS) wird dem Betroffenen ein Stimulator an der Brustwand implantiert, der den linken Vagusnerv (zehnter Hirnnerv) im Halsbereich mit elektrischen Strömen stimuliert. Von dieser Behandlung profitieren auch Patienten, mit oft langjährigen Verläufen ohne wesentliches Ansprechen auf herkömmliche Behandlungsmethoden. Im Rahmen groß angelegter multizentrischer Studien konnte nachgewiesen werden, dass nach dreimonatiger Behandlung bei jedem dritten, nach 12-monatiger Behandlung bei jedem zweiten Patienten eine Besserung der depressiven Symptomatik auftrat.

Elektrokonvulsionstherapie (EKT)

Hier wird beim narkotisierten Patienten das Gehirn elektrisch stimuliert. Dies führt sehr oft auch bei Therapieresistenz zu einer weitgehenden Besserung des Leidens. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten die hohe Wirksamkeit des Verfahrens bestätigen. Bei Patienten mit bislang therapieresistenten Depressionen finden sich bei jedem zweiten dieser schwer betroffenen Patienten deutliche Besserungen. Vergleichbar wirksam erweist sich die Behandlung auch bei Patienten mit schizophrenen Psychosen.

Wie kann mann sich anmelden?

In der Regel überweist Ihr behandelnder Arzt Sie zu uns. Termine werden werktags von 9:00 bis 16:00 Uhr unter folgender Telefonnummer vergeben: 09131-85-34597 (Ambulanz) oder unter den Anmeldenummern.

Weitere Informationen:

 
Leiter
Prof. Dr. med. Wolfgang Sperling
Telefon: 09131 85-33001
E-Mail: wolfgang.sperling@uk-erlangen.de
Visitenkarte
Direktlinks

Anmeldung

 
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
 
 
 
Bitte tragen Sie Ihren Namen und gültige E-Mail-Adresse(n) ein!
X zum Schließen

Zusammenfassung