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Psychiatrie

Direktor:
Prof. Dr. med. Johannes Kornhuber
Psychiatrie, Uni-Klinikum

Aktiv gegen Depressionen

Informationsveranstaltung am 25.06.2014 über erfolgreichen Therapieansatz

"Erste Zwischenergebnisse zeigen, dass Depressionen während unseres neuen Therapieansatzes deutlich nachlassen", erläutert PD Dr. Katharina Luttenberger, Studienleiterin von "Klettern und Stimmung – aktiv gegen Depressionen". "Das Projekt ist ein voller Erfolg." Über 40 Patienten mit Depressionen haben bisher an dem neuen vielversprechenden Therapieansatz der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Johannes Kornhuber) des Universitätsklinikums Erlangen teilgenommen. Am Mittwoch, 25. Juni 2014, bieten PD Luttenberger und ihr Team eine weitere Informationsveranstaltung über das Projekt an; alle Interessierten sind herzlich um 17.00 Uhr in die Kopfkliniken, Schwabachanlage 6, in Erlangen eingeladen.
Das Projekt "Klettern und Stimmung - aktiv gegen Depressionen" ist ein voller Erfolg: Erste Zwischenergebnisse zeigen, dass Depressionen während des neuen Therapieansatzes deutlich nachlassen. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Seit April 2013 wird die Therapie in der Boulderhalle "Blockhelden" in Erlangen-Dechsendorf über die Ambulanz der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik angeboten. Dadurch lernen Menschen mit Depressionen, spielerisch positive Erfahrungen zu sammeln und ihre Grenzen wahrzunehmen, anzuerkennen, aber auch über sich selbst hinauszuwachsen und ihre Erfolge wertzuschätzen. "Die Resonanz auf die Gruppe ist überwältigend", sagt Katharina Luttenberger. Viele Teilnehmer sind begeistert vom wertschätzenden Umgang der Therapeuten und von Kameradschaft sowie Vertrauen in der Gruppe. Außerdem spüren die Patienten, dass "Klettern und Stimmung" ihnen dazu verholfen hat, ihren Alltag wieder besser zu bewältigen und selbstbewusster zu werden.

Bouldern - Klettern in Absprunghöhe

Bouldern ist das Klettern ohne Seil in Absprunghöhe. Es gibt unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, weshalb die Sportart individuell abgestimmt werden kann. "Damit ist Bouldern gerade auch für Menschen geeignet, die noch nie viel Sport gemacht haben", sagt die Studienleiterin. Vor und nach dem Klettern gibt es außerdem eine Achtsamkeitsrunde. "Vorkenntnisse oder 'Sportlichkeit' sind nicht erforderlich! Unsere Erfahrungen aus den bisherigen Gruppen und mit anderen Projekten zeigen, dass Klettern und Bouldern eine wirksame Therapie für Menschen mit Depressionen sein kann", so PD Luttenberger. Um diese Erfolge nachzuweisen, wird das Projekt wissenschaftlich begleitet. Dazu füllen die Teilnehmer zu Beginn der Kurse und dreimal nach je acht Wochen kurze Fragebögen aus. Selbstverständlich werden die Angaben der Patienten streng vertraulich behandelt.

Weitere Informationen:

PD Dr. Katharina Luttenberger
Telefon: 09131 85-34650
E-Mail: katharina.luttenbergeratuk-erlangen.de

 

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