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Psychiatrie

Direktor:
Prof. Dr. med. Johannes Kornhuber
Psychiatrie, Uni-Klinikum

Neue Therapien bei Depression

Bürgervorlesung am 14.11.2016 informiert über Wege aus der chronischen Niedergeschlagenheit

Im Dunkeln aus dem Haus und erst nach Sonnenuntergang wieder zu Hause: Vielen schlägt das eingeschränkte Tageslicht im Herbst und im Winter auf das Gemüt. Schlechte Laune, Müdigkeit und Antriebslosigkeit sind neben Erkältungssymptomen die häufigsten körperlichen Leiden der kalten Monate. Doch wo bei den meisten die saisonale Niedergeschlagenheit nur kurz anhält, ist sie für Menschen mit einer Depression Alltag. Jeder Zehnte leidet im Laufe seines Lebens an einer depressiven Episode. Doch es gibt Grund zur Hoffnung: Waren Depressionen früher nur schwer behandelbar, so versprechen die moderne Forschung und Medikamente heute für viele Patienten zuverlässige Therapien und Heilung.

Wer über längere Zeit die Freude an den Dingen verliert, die einst Spaß gemacht haben, der leidet meist an einer depressiven Episode. In aktuellen Leitlinien unterscheiden Psychiater drei Hauptsymptome - gedrückte Stimmung, Interessensverlust und Antriebsmangel - sowie drei Zusatzsymptome - Schuldgefühle, Konzentrationsstörungen und geringes Selbstwertgefühl. "Depressionen sind heute gut behandelbar", erklärt Prof. Dr. Johannes Kornhuber, Direktor der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen. "Es gibt viele unterschiedliche Behandlungsmethoden, die in Kombination, also als multimodale Therapie, am besten wirken." Dieses Behandlungsprogramm schließt nicht nur die klassische Medikation und die Psychotherapie mit ein, sondern wird über sportliche und künstlerische Angebote sowie über Entspannungstechniken und Stimulationsverfahren erweitert. Ebenfalls gibt es neue Therapien wie die Tiefenhirnstimulation oder die Gabe von Ketamin. "Das Wichtigste für Betroffene und ihre Angehörigen ist es, den Weg in die Klinik zu finden", sagt Prof. Kornhuber. "Hier sprechen wir offen über die Krankheit und gestalten gemeinsam die nötigen Therapieschritte."

Einladung zur Bürgervorlesung

Am Montag, 14. November 2016, gibt Prof. Kornhuber im Rahmen der Bürgervortragsreihe zunächst eine Einführung in das Krankheitsbild Depression und seine Besonderheiten, z. B. das Auftreten im höheren Alter. Anschließend informiert er über die neuen Therapien, ihre Erfolgsaussichten und steht für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Die Veranstaltung beginnt um 18.15 Uhr im Rudolf-Wöhrl-Hörsaal, Östliche Stadtmauerstraße 11, in Erlangen. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Johannes Kornhuber
Telefon: 09131 85-34166
E-Mail: direktion-psychatuk-erlangen.de

 

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