Begleitforschung

Psychiatrie

Direktor:
Prof. Dr. med. Johannes Kornhuber

Fokusgruppen

Um die möglichen Funktionen des Roboters zu ermitteln und den Einbezug aller Beteiligten zu gewährleisten, werden Fokusgruppen durchgeführt. Fokusgruppen sind moderierte Gruppendiskussionen. Ziel einer Fokusgruppendiskussion ist es nicht, einen Konsens zu finden, sondern alle möglichen Ideen, Meinungen und Erfahrungen zusammen zu tragen, um ein möglichst vollständiges Bild einer Thematik zu erhalten.

Für die Projekte Care4All – Initial und Ambient Assisted Living konnten Personen mit kognitiven Beeinträchtigungen, deren Angehörige, Pflegefachkräfte, MAKS-Therapeuten, Ärzte, Informatiker, Qualitätsmanager und Ethiker für die Fokusgruppe gewonnen werden. Sie alle haben unterschiedliche Perspektiven auf Demenz und Roboter. Gemeinsam können daraus Ideen für Roboterfunktionen skizziert und entwickelt werden. Die Fokusgruppe gibt Anregungen für Funktionen in der MAKS-Therapie, diskutiert deren Umsetzung und gibt Verbesserungsvorschläge vor.

So wird sichergestellt, dass der Roboter nicht an den Nutzern vorbei entwickelt wird, sondern die Funktionen in dem Umfang aufweist, die von den Nutzern gewünscht werden. Dieser partizipative Ansatz ist ein wichtiges Merkmal von Care4All – Initial und Ambient Assisted Living .

Akzeptanzerhebung

Um die Akzeptanz des Roboters zu erheben, werden unterschiedliche Gruppen betrachtet, die mit dem Roboter in Kontakt kommen.

Die Angehörigen der Personen mit Demenz und das Pflegepersonal werden mithilfe eines Fragebogens nach ihrer Meinung zum Roboter befragt. Dieser Fragebogen orientiert sich an etablierten Instrumenten in der Akzeptanzforschung und wurde an das Projekt angepasst.

Die MAKS-Therapeuten werden nach jedem Robotereinsatz mithilfe eines Feedbackbogens befragt. Dort können sie auch konkrete Verbesserungsvorschläge einbringen, welche z.T. in wenigen Tagen umgesetzt werden können.

Die Einschätzung der Akzeptanz durch die MAKS-Teilnehmer erfolgt über Beobachtung durch geschulte Mitarbeiter. Um jeden Teilnehmer einschätzen zu können, werden die Robotereinsätze mithilfe einer 360°-Kamera gefilmt und anschließend in einem detaillierten und theoriegeleiteten Prozess ausgewertet.

Standbild aus der Videoaufnahme während der Gruppentherapie. Der Roboter „Anna Constantia“ steht links am Tisch und liest aus der Zeitung vor.
 
Gefördert durch:
Leiter:
Prof. Dr. med. Elmar Gräßel
Telefon: 09131 85-34142
E-Mail: elmar.graessel@uk-erlangen.de
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