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Psychiatrie

Direktor:
Prof. Dr. med. Johannes Kornhuber

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Autoimmun-Psychosen - häufiger als gedacht?

Psychiatrische Fortbildungsveranstaltung Sommersemester 2015

Am Mittwoch, 22. April 2015 beginnt die Reihe "Psychiatrische Fortbildungsveranstaltungen im Sommersemester 2015". An insgesamt vier Terminen präsentieren hochkarätige Referenten Neuigkeiten aus Forschung und Praxis. Jede Veranstaltung ist mit 3 CME-Punkten der Bayerischen Landesäztekammer zertifiziert.

Autoimmun-Psychosen – häufiger als gedacht?

Limbische Enzephalitiden in der Differentialdiagnose

psychischer Erkrankungen
Prof. Dr. Josef Priller, Berlin

 

Immer häufiger können autoimmun vermittelte Entzündungen des

zentralen Nervensystems als Ursache psychotischer, depressiver und dementieller

Syndrome  diagnostiziert werden.

Aktuellen Studien zufolge könnten bis zu 10 % der mit Schizophrenie

diagnostizierten Patienten tatsächlich an einer derartigen Entzündung leiden.

Limbische Enzephalitiden werden durch Autoantikörper gegen neuronale

Oberflächenproteine hervorgerufen. Da sich der Prozess auf das limbische System

konzentriert können neurologische Ausfallerscheinungen völlig fehlen. Es wird

dargestellt, in welchen Fällen an eine limbische Enzephalitis gedacht werden

sollte und wie die Erkrankung diagnostiziert werden kann.

 

Prof. Dr. med. Josef Priller

studierte Medizin in Bochum und München sowie an der Université de Lausanne,

der Georgetown University und der Harvard University. Seit 2004 leitet er den

Forschungsbereich Experimentelle und Molekulare Psychiatrie an der Charité in

Berlin. 

 

 

 

Autoimmun-Schizophrenie?

Ursache, Neurobiologie und Symptomatik limbischer Enzephalitiden
PD Dr. Harald Prüß, Berlin

 

Das rasch wachsende Spektrum autoimmuner Enzephalitiden mit

ihren vielen Manifestationsformen macht diese Krankheitsgruppe zu einem

aufregenden Teilgebiet der klinischen Neurologie und Psychiatrie. Mit der

Identifikation zahlreicher pathogener Auto-Antikörper gegen Hirngewebe sind

diagnostische und therapeutische Möglichkeiten entstanden, die noch vor wenigen

Jahren undenkbar erschienen. So werden derzeit auch bestimmte

Symptomkonstellationen aus den Bereichen der Epilepsien, demyelinisierenden

Erkrankungen, Psychosen und Demenzen kritisch hinsichtlich ihrer

Ätiopathogenese überprüft und gegebenenfalls neu klassifiziert. Angesichts der

vielen neuen zugrundeliegenden Auto-Antikörper gegen Ionenkanäle und Rezeptoren

auf Nervenzellen (zum Beispiel NMDA-, AMPA- und GABA-Rezeptoren, LGI1,

DPPX)  wächst aber auch die

Schwierigkeit, den Überblick über das klinische Spektrum und die variablen

bildgebenden Befunde zu behalten, die zeitgerechte Indikation zur

Antikörpertestung in Serum und Liquor zu stellen und die optimale, zum Teil

sehr weitreichende Therapie zu wählen. Der Nachweis immer neuer Antikörper wird

sich in den kommenden Jahren fortsetzen und zu einem besseren Verständnis der

Pathomechanismen auch einiger neuropsychiatrischer Krankheiten führen, die bisher

als unheilbar oder psychosomatisch galten.

 

PD Dr. med. Harald Prüß ist Facharzt für

Neurologie an der Klinik für Neurologie der Charité – Universitätsmedizin

Berlin, wo er das Zentrum für Paraneoplastische Neurologische Erkrankungen und

Autoimmune Hirnentzündungen‘ leitet. Neben der Betreuung von Patienten mit

immunvermittelten neuropsychiatrischen Erkrankungen forscht er mit seiner

Arbeitsgruppe

Datum

Datum: 22.04.2015
Uhrzeit: 17.00 - 19.15 Uhr

Raum

Ernst-Freiberger-sen.-Hörsaal der Kopfkliniken

Adresse

Schwabachanlage 6
9154 Erlangen

Zielgruppe

  • Patienten/Öffentlichkeit
  • Ärzte
  • Wissenschaftler

Fortbildungspunkte

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