Posterpreis für Zora Schickardt
Nachwuchswissenschaftlerin der Psychiatrie ausgezeichnet
Die Nachwuchswissenschaftlerin Zora Schickardt wurde auf dem sechsten gemeinsamen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie e. V. (DGBP) und der Arbeitsgemeinschaft für Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie e. V. (AGNP) mit dem ersten Preis des DGBP-Posterwettbewerbs ausgezeichnet. Prämiert wurde das Poster zu ihrer Doktorarbeit, in der sie ein innovatives humanes Zellmodell der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) entwickelt hat, das zentrale krankheitsrelevante Veränderungen in induzierten humanen Nervenzellen abbildet. Zora Schickardt ist seit 1. Mai 2026 in der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik des Uniklinikums Erlangen in der Arbeitsgruppe von Klinikdirektorin Prof. Dr. Sarah Kittel-Schneider tätig.
In ihrer Arbeit nutzt Zora Schickardt aus induzierten pluripotenten Stammzellen abgeleitete humane Nervenzellen, um mitochondriale Dysfunktionen bei ADHS sichtbar zu machen und potenzielle zelluläre Angriffspunkte für neue Therapien zu identifizieren. Ihre Daten liefern u. a. Hinweise darauf, dass bestimmte mehrfach ungesättigte Fettsäuren (PUFAs) mitochondriale Funktionen und zelluläre Stressmarker günstig beeinflussen könnten. Dies eröffnet neue Perspektiven für ergänzende Behandlungsstrategien.
Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung humaner Zellmodelle für die Translation von Grundlagenbefunden in klinisch relevante Therapieansätze bei neuropsychiatrischen Erkrankungen wie ADHS. Gleichzeitig verdeutlicht der mit 300 Euro dotierte Posterpreis das Engagement von DGBP und AGNP, exzellente Nachwuchsforscherinnen und -forscher in der biologischen Psychiatrie gezielt zu fördern.
Weitere Informationen:
Zora Schickardt
09131 85-34166
zora.schickardt(at)uk-erlangen.de






